'Das moderne China ist ein Zauberspiegel. Wer hineinschaut, sieht was immer er sehen will.
Und was immer man darüber berichtet – ganz falsch ist es nie.' Oliver August (Journalist)
Nach China zu Reisen bedeutet, auf Tuchfühlung mit einem Giganten zu gehen. Anno 1800, als England gerade einmal 11 Millionen Einwohner zählte, hatte China bereits 300 Millionen. Heute gibt es über eine Milliarde Han-Chinesen. Und schon lange rätseln Historiker, Politiker und Philosophen, wie die chinesische Kultur über so lange Zeit so viele Menschen vereinen konnte, ohne dabei zu zerbrechen.
Neuerdings nimmt der Gigant, über einen waghalsigen Spagat zwischen zentralstaatlicher Machterhaltung und wirtschaftlicher Liberalisierung, auch seinerseits Tuchfühlung auf. 2007 wuchs Chinas Wirtschaft (11,4 %) bereits im fünften Jahr in Folge um mehr als 10%. 2004 wurden Italien, Großbrittanien und Frankreich überholt, und schon 2009 könnte China Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst haben.
Durch diesen Umbruch gesellt sich zu der alten Faszination an der jahrtausendealten chinesischen Kultur nun ein gehöriger Schuss brandaktuelle Neugierde, die China zum derzeit spektakulärsten Reiseziel Asiens macht.
|