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Ende Februar 2008 waren erstmals mehr Chinesen (220 Millionen) als US-Bürger (217 Millionen) über Breitband im Internet unterwegs. Bis Ende 2008 soll die Zahl der Verbindungen auf 280 Millionen steigen. Andererseits wird Ihnen das chinesische Internet wahrscheinlich vergleichsweise langsam vokommen. Nationale Netzwerktechnik, übergroße Entfernungen (die Verbindung nach Europa geht über den Pazifik und die USA), und natürlich Goldene Schild, das chinesische Zensursystem, spielen dabei alle ihre Rolle.

Internet-Zensur sorgt in China für abertausende Arbeitsplätze. IP-Filter, Sperren von Server-Ports, Manipulationen von  DNS-Abfragen, Blocken von Teil-URLs und Umleiten von Datenpaketen gehört zur Routine de Überachungsbeamten. Andererseits läßt die stetig wachsende Zahl ausländischer Firmen und abzuwicklenden Online-Geschäften schon längt keine vollendete Isolation mehr zu. So wird das System nach der jeweiligen Großwetterlage getuned und funktioniert mal so und mal so. Man halte sich für kleine und mittlere Überraschungen bereit. Allgemein wird erwartet, daß der goldene Schild pünktlich zur Olympiade anwenderfreundlicher wird.