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Neues aus Grünchina

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Donnerstag, 5. Juni 2008

Bisher hat sich das boomende Land der Mitte in Sachen Umweltschutz nicht gerade hervorgetan. Doch bei über 1000 Millionen Einwohnern liegt so manche Unkostenrechnung klar auf der Hand. Etwa bei Einkaufs-Plastiktüten,
bisher in chinesichen Supermärkten und Geschäften gratis erhältlich. Täglich nutzt jeder zweite Chinese eine solche Wegwerftüte. Daraus resultiert in einen Riesenberg von circa dreieinhalb Millarden pro Woche. Für seine Herstellung werden gut 9.000 Tonnen  Öl verbraucht (1300 Tonnen am Tag, so die nationale Entwicklungskommission NDRC) und die Entsorgung kostet ja auch. 


Deswegen hat die Volksrepublik ab sofort die Gratis-Ausgabe von Plastiktüten in Geschäften abgeschafft. Die Chinesen sollen in Zunkuft eigene Tragetaschen oder -Tüten benutzen. Dies Aktion soll, laut der Nachrichtenagentur Xinhua, Umweltverschmutzung und Energieverbrauch verringern helfen und alte Gewohnheiten 'revolutionieren'. Einkaufs-Plastiktüten werden 0,2 Yuan (1,9 c) und  -Stofftaschen 10 Yuan (1 Euro) kosten. Geschäften, die weiterhin Plastiksäcke gratis anbieten, drohen saftige Strafen zwischen 5000 und 10.000 Yuan (ca. 450-900 Euro).