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Zwischen 1949 und 1974 ausländischen Besuchern verschlossen, hat die Volksrepublik China seit dem Kurswechsel am Ende der 70-er Jahre hat das Land ihre Tourismusbranche zielstrebig ausgebaut. Entwicklungsprogramme erhöhten die Zahl der Hotels, historische und szenische Punkte wurden geöffnet und Führer und anderes Service-Personal professionell ausgebildet. Während 1985 1,4 Millionen Ausländer das Land besuchten, lag die Zahl 2003 bereits bei 33 Millionen.
Zu den meistbesuchten Attraktionen in China zählen Hongkong, Shanghai, Beijing (Peking) und seine Verbotene Stadt, die Große Mauer, das Grabmal des ersten Kaisers mit der berühmten Terrakotta-Armee in Xian, eine Flußfahrt auf dem Yangtze und der Potala Palast in Lhasa, Tibet. Mit Ausnahme des Letzgenannten sind diese 'Pflichtziele' innerhalb von ca. 10 Tagen 'zu schaffen'. Man sollte sich dadurch aber nicht dazu verleiten lassen, seinen Chinabesuch zu überladen, und bedenke, daß bei den riesigen Ausmaßen des Landes gewissenhafte Planung ebenso wie Realismus
nicht unangebracht sind. China erstreckt sich von der Pazifikküste ca. 4800 km ins
kontinentale Asien hinein. Der Zug braucht für diese Strecke mehr als
dreieinhalb Tage, und das Flugzeug fünf Stunden. Am besten versucht man gar nicht erst, alles zu sehen, denn ein einziger Besuch reicht mit großer
Wahrscheinlichkeit dazu nicht aus. Zum 'Kennenlernen'
empfehlen sich die oben genannten Ziele, nach Möglichkeit mit Zeit und Sinn fürs Detail. Auf
weiteren Reisen können dann gezielt einzelne Regionen mit ihren ethnischen
und landschaftlichen Besonderheiten erkundet werden.
Große Mauer und Terrakotta Armee sind lediglich 2 von insgesamt 31 auf der von der UNESCO geführten Liste der Stätten des Weltkulturerbes . In den Grotten von Dunhuang, Dazu und Longmen finden sich buddhistische Steinskulpturen von großem Wert. Die Gärten von Chengde und Suzhou begeistern durch ihre komplexe Architektur. Auch erwacht mit der neuen Toleranz in vielen traditionelle Tempelklöster wieder kulturelle Aktivität, und Feste wie das Drachenboot-Fest und das
Laternen-Fest werden wieder in überlieferter Manier begangen. Daneben wimmelt es in an natürlichen Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Karstkegel von Guilin oder die Felsnadeln von Huang Shan. Zum Entspannen gibt es Urlaubszentren wie die Tropeninsel Hainan,
das 'Hawaii des Ostens', im Südchinesischen Meer zwischen Taiwan und
Vietnam, und für Abenteurer gibt es die Hochgebirgslandschaften in Tibet und die Gobi, eine der unberührtesten Wüsten der Welt.
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