Der Jainismus entstand im 5. oder 6. vor Christus, also ungefähr zeitgleich ist mit dem Buddhismus. Seine Anhänger, die Jainas, halten ihren Glauben für noch älter. Als Gründer des Jainimus gilt der indische Prinz Mahavira. Der Jainismus zählt ca. 6 Millionen Gläubige, die meisten davon in Indien. Jainas glauben wie Hindus und Buddhisten an das Prinip des Karma und den Kreislauf der Wiedergeburten.
Sie kennen keine Götter, ondern verehren vielmehr die in der Kalpe
Sutra, dem heiligen Buch des Jainismus aufgeführten 24 geistigen Führer
(Tirthankara). Jainas glauben, das die menschliche Seele von Natur aus
rein ist, aber durch äußere Einflüsse verunreinigt wird. Um diese
Reinheit wiederzugewinnen und dem Wiedergeburtskreislauf zu entrinnen,
muss der Jaina ein sittliches Leben führen und Askese üben. Jainas
dürfen kein Lebewesen verletzen oder töten und sind daher strenge
Vegetarier. |