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Französiche Kolonialherrschaft, endlose interne Machtkämpfe und Vietnamkonflikt haben Laos über den längsten Teil des 20. Jahrhunderts hinweg böse mitgespielt. Die Volksrepublik hält bis heute den unglücklichen Rekord, der am häufigsten bombardierte Staat der Weltgeschichte zu sein. So verdeckt wie seine Verwicklung in den Krieg die meiste Zeit war, so schnell geriet Laos, ohne eigenen Zugang zum Meer versteckt zwischen Thailand und Vietnam gelegen, in der Folgezeit in Vergessenheit und ging bis zum Ende der 80er Jahre seinen Weg in selbstgewählter Isolation abseits der Weltgeschehens.
Im Vergleich mit den anderen aus dem ehemaligen französisch Indochina hervorgegangen Staaten (Kambodscha und Vietnam) ist Laos heute der rückständigste. Und gerade deswegen wird dem Bauernstaat nachgesagt, er sei ein letztes Blickfenster ins alte, traditionelle Indochina. Teils allen Schicksalschlägen zum Trotz, teils als direkte Auswirkung derselben, hat Laos ländliche Unschuld und ureigenen Charakter bewahrt, wo anderswo der Fortschritt diese Elemente bereits wegespült hat.
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