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Malaysia

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Petronas Towers in Kuala Lumpur, MalaysiaSeit den Anfängen der Geschichte Südostasens war die malaiische Halbinsel Ziel verschiedenster Einwanderungswellen. Perser, Araber, Bengalen und Chinesen verkehrten und siedelten hier ebenso wie Gruppen aus Java, Sumatra und Thailand, und mit ihnen fanden alle grossen Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Islam und Christentum) ebenso wie eine Vielzahl von Kulten ihren Weg ins Land. Entsprechend komplex stellt sich Malaysias Gesellschaft heute dar. Zur ethnischen Vielfalt gehören arabische Grossfamilien, chinesische Geschäftsklans und indische Händler ebenso wie egalitäre Urwaldstämme auf Borneo. Dieser Vielvölkermix ist alles andere als homogen und harmonsiert intern nicht immer so perfekt, wie es touristische Werbekampagenen gerne hätten.

Überlandreisende Individualtouristen sehen Malaysia meist als Durchgangsstation zwischen seinen Nachbarstaaten Thailand und Indonesien, touristische Schwergewichte mit denen nicht leicht zu konkurieren ist. Malaysia hat nicht unbedingt viel vorzuweisen, was die beiden Nachbarn nicht auch hätten,  oft auch noch mit mehr Auswahl und günstigeren Preisen. Ein seit jeher gut gepflegetes konservatives Image und eine zunehmende innenpolitische Schräglage in Richtung Islam dürften dafür sorgen, das dies auch weiterhin so bleibt.

Malaysias Trumpf ist seine Eigenschaft als asiatisches Kaleidoskop. Sein breites und buntgeschecktes Spektrum ist vor allem für Kenner sehr reizvoll, und für Novizen bietet es eine Vielzahl unterschiedlichster pan-asiatischer Eindrücke in schneller Abfolge.