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Die Malediven, eine aus von 27 Atollen bestehende Inselgruppe, ca. 500 km südwestlich von Indien und Sri Lanka gelegen, sind mit ihren insgesamt 298 km² Landfläche nicht nur einer der kleinsten Staaten der Welt, sie sind auch der flachste. Die höchste Erhebung liegt nur 5 Meter über dem Meerespiegel. Nur 220 der insgesamt knapp 1200 Koralleninseln sind bewohnt, und ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt in der Haupt-Stadt/-Insel Malé, mit 100.000 Menschen auf 1.8 km² ironischerweise einer der dichtbesiedelsten Orte der Erde. Ansonsten gibt es auf dem sich über 800 km entlangstreckenden Inselparadies Straßen und Autos nur noch an zwei anderen Stellen (Addu und Fuvamullah).
Allerdings sind weite Teile der Maladvipa (sanskrit für Insel-Girlande) für Individualtouristen nicht ohne weiteres frei erkundbar. Als Folge einer schon in den 70er Jahren beginnenden Entwicklung haben sich die Malediven auf organiserten Luxusresort -Tourismus spezialisiert. Monopol-Kontrolle in dem ansonsten sehr armen Land, ernsthafte Bemühungen um Umweltschutz, und muselmanischer Isolationalismus spielen bei dieser Regelung gleichsam eine Rolle. Unterschieden wird zwischen sogenannten Local Islands (nur Einheimische) und Resort Islands (Malediver nur als Personal), von denen es zur Zeit knapp 80 gibt. Touristen haben offiziell nur tagsüber und im Rahmen geführter sog. 'Safari-Tours' Zutritt zu Local Islands.
Individualreisen sind nicht vollkommen unmöglich, aber die für sie notwendigen Genehmigungen zu erhalten ist schwierig und ihre Durchführung keineswegs billig. Dabei liegt das Gute doch so nah: Maledivische Resorts sind qualitativ hochwertige Touristenfallen, perfekt vermarktet als archetypische Tropenidylle. Wer sich schlicht den dort gebotenen paradiesischen Genüssen hinzugeben versteht, oder wer eh nur ans Tauchen denkt, für den können auf den Malediven Träume wahr werden.
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