Home arrow Myanmar (Burma)

Myanmar (Burma)

PDF Drucken E-Mail

Myanmar, wie Burma sich seit 1989 nennt, gehöhrt zu den kontroversesten Reisezielen in Asien. 1962 geriet das Land unter den Büttel einer (linken) Militärdiktatur, die sich zwar seit den frühen 90er Jahren zunehmend marktorientiert gibt und ihren Isolationskurs zurückschraubt, aber nach wie vor Menschenrechte mit Füßen tritt.

Es existieren ernstzunehmende internationale Aufrufe, vorgebracht u.a. von Nobelpreis-Trägerin Aung San Suu Kyi, das Land nicht zu besuchen um das Regime nicht mit Devisen zu versorgen. Daneben gibt es auch andere seriöse Sichtweisen, die zwischen der burmesichen Bevölkerung und ihrer Militärregierung kategorisch trennen und die Vorteile des durch verantwortlichen Individualtourismus entstehenden kulturellen Austausches als wichtiger ansehen. Die Entscheidung, Myanmar (Burma) zu besuchen oder nicht, ist somit in erster Linie eine persönliche. Ganz sicher sollte man nicht in das Land fahren, ohne sich genau zu fragen, wo das dort ausgegebene Geld landet.

Wer sich für einen Besuch entschieden hat und gezielt seinen Weg zu gehen versteht, wird schnell in den Bann des Landes geraten. Die schon von anderswo bekannte Formel, daß politische Isolation und träges Wirtschaftswachstum unter dem Strich der Erhaltung traditioneller Strukturen zuträglich sein können, gilt auch für Myanmar. Die Zeitlosigkeit seiner Szenerien und der überzeugt buddhistische Lebensstil seiner Bewohner ermöglichen intime Begegnungen mit einem andernorts längst vom Fortschritt eingeholten Asien.